Für alle Mitarbeitenden gebaut – auch für die, die mit Screenreader arbeiten
Wir arbeiten nach WCAG 2.2 AA. Unsere Apps wurden zweimal von der Accessibility-Agentur d-SIRE nach BITV 2.0 und EN 301 549 geprüft und sind täglich bei Organisationen wie der AOK im Einsatz. Diese Seite sagt, was heute funktioniert, was nicht, und woran wir als Nächstes bauen.
Ein Standard, klar benannt
Barrierefreiheit bedeutet nur dann etwas, wenn der Maßstab benannt ist. Unserer ist WCAG 2.2 AA.
Für Kunden der öffentlichen Hand gelten zwei weitere Rahmenwerke: die BITV 2.0, die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit, und die EN 301 549, die europäische Norm für ICT-Produkte. Unsere nativen Apps wurden gegen beide geprüft.
Extern geprüft, nicht von uns selbst
Die meisten Anbieter veröffentlichen eine Selbsteinschätzung. Unsere Apps sind im täglichen Einsatz erprobt und von außen geprüft.
Die Krankenkasse AOK betreibt tchop als Mitarbeiter-App in mehreren Landesorganisationen. Für diesen Rollout hat die Accessibility-Agentur d-SIRE unsere nativen Apps zweimal nach BITV 2.0 und EN 301 549 geprüft:
94 Prüfschritte je Audit, davon 35 relevant für eine native Mobile App
iOS und Android separat getestet, mit VoiceOver und TalkBack
Getestet von Accessibility-Fachleuten, darunter Menschen, die täglich assistive Technologien nutzen
Jedes Kriterium einzeln bewertet, mit Benennung von Screen und Element
Die Audits haben echte Probleme gefunden. Wir haben die Label-, Semantik- und Formularfehler behoben, die Screenreader-Nutzer blockieren, und strukturelle Punkte zurückgestellt, die ein Redesign statt eines Patches brauchen.
Konformitätsübersicht: Auf Anfrage teilen wir eine Konformitätstabelle je Kriterium, für die nativen Apps und die Web-App nach WCAG 2.2 AA. Fragen Sie Ihren Ansprechpartner oder schreiben Sie an accessibility@tchop.io.
Was heute funktioniert
Screenreader
Die Apps und die Web-App funktionieren mit VoiceOver, TalkBack und NVDA. Labels, Rollen und Zustände sind auf interaktiven Elementen gesetzt.
Alternativtexte
Jedes Bild und jede Media-Card nimmt einen Alternativtext auf, gesetzt von der Person, die den Inhalt veröffentlicht.
Tastaturbedienung
Die Web-App ist per Tastatur bedienbar, mit sichtbarem Fokusindikator.
Textgröße
Stellen Sie die Schriftgröße auf Ihrem Gerät ein, und die App folgt ihr – bis 200 Prozent, auf iOS, Android und in der Web-App. Getestet nach den WCAG-2.2-Erfolgskriterien 1.4.4 und 1.4.12.
Kontrast
Der Interface-Kontrast erfüllt WCAG 1.4.3. Da jede tchop-App die Farben des Kunden trägt, prüfen wir den Kontrast der Kundenpalette beim Setup.
Sprache und Struktur
Überschriften, Listen und Absätze sind so ausgezeichnet, dass Screenreader-Nutzer sich durch einen Artikel bewegen können, statt einen einzigen Textblock zu hören.
Was wir noch nicht gelöst haben
Wir möchten, dass Sie das hier lesen und nicht erst im Test finden. Das sind die offenen Punkte aus unserem letzten Audit, in klaren Worten.
Hardware-Tastaturen an Smartphones und Tablets. Wird eine physische Tastatur mit dem Telefon verbunden, lassen sich einige Dialoge und Menüebenen nicht allein per Tastatur erreichen oder schließen. Touch- und Screenreader-Gesten funktionieren. Das ist unser meistgenannter offener Befund.
Kontrast bei kleinen Funktionselementen. Der Interface-Kontrast hält das Minimum von 3:1 ein, die Audits haben aber einzelne Funktionselemente darunter gemessen, etwa Zeitstempel an Beiträgen und Platzhaltertexte in Eingabefeldern. Da jede App die Farbpalette des Kunden trägt, prüfen wir diese Stellen beim Setup und beheben sie je App.
Der Dark Mode der mobilen Apps funktioniert in einigen UI- und Branding-Fällen nicht sauber, Systemeinstellungen für hohen Kontrast werden nur teilweise übernommen.
Die mobilen Apps laufen im Hochformat. Querformat wird bis auf wenige Card-Typen nicht unterstützt.
Eingebettete Inhalte aus externen Quellen, etwa ein Social Feed oder eine eingebundene Webseite, behalten die Barrierefreiheit ihrer Quelle. In unserer App können wir sie nicht korrigieren.
Wir bauen die Plattform. Sie schreiben die Inhalte.
Eine barrierefreie App kann trotzdem unzugängliche Inhalte tragen. Beides muss stimmen.
Was tchop liefert
Eine App, die assistive Technologien lesen können, Alternativtext-Felder an jedem Bild, semantische Struktur, Tastaturbedienung, Kontrastprüfung beim Setup und Menüplätze für Ihre Barrierefreiheitserklärung und Ihren Meldeweg für Barrieren.
Was Ihr Team liefert
Alternativtexte, die das Bild beschreiben, klare Überschriften, verständliche Sprache, Untertitel für Video, Transkripte für Audio – und keinen Text, der in Bilder eingebacken ist.
Was wir gemeinsam tun
Wir beraten Ihre Redaktion beim Onboarding und testen nach jedem Release erneut.
Drei Fragen, die wir oft hören
Können Sie eine vollständig barrierefreie App garantieren?
Nein, und das kann auch niemand sonst. Barrierefreiheit hängt von Ihrer Konfiguration, Ihrer Struktur und Ihren Inhalten ab. Audits laufen auf einer repräsentativen App mit typischen Inhalten. Wir können Ihnen genau sagen, welche Kriterien wir auf welcher Plattform erfüllen und woran wir arbeiten.
Sollten wir ein Accessibility-Overlay einsetzen?
Wir raten davon ab. Overlays versprechen, eine Plattform von außen zu reparieren, und stören die assistiven Technologien, die Menschen bereits nutzen. Das European Disability Forum und die International Association of Accessibility Professionals haben dazu eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, auf die sich auch die Europäische Kommission bezieht. Wir reparieren lieber die App.
Bieten Sie In-App-Regler für die Schriftgröße oder einen eingebauten Screenreader an?
Nein. Wer auf assistive Technologien angewiesen ist, hat sie bereits auf dem gesamten Gerät eingerichtet. Unsere Aufgabe ist es, mit diesen Einstellungen zu funktionieren – nicht, einen zweiten Satz Bedienelemente hinzuzufügen, der nur in einer App funktioniert.
Eine Barriere gefunden? Sagen Sie es uns.
Wenn Sie etwas in einer tchop-App blockiert, melden Sie es. Kunden erreichen ihren Ansprechpartner direkt. Alle anderen schreiben an accessibility@tchop.io.
Jede App trägt außerdem einen Menüplatz für die Barrierefreiheitserklärung des Betreibers und dessen Meldeweg für Barrieren – öffentliche Stellen brauchen das nach BITV.
Erleben Sie es mit Ihren eigenen Inhalten
Der schnellste Weg, Barrierefreiheit zu beurteilen: eine App mit dem Screenreader öffnen und ausprobieren. Wir setzen eine Test-App mit Ihren Inhalten auf und gehen sie gemeinsam mit Ihnen durch.
